Mittwoch, 14. Juni 2017

fruchtig frische Erdbeermarmelade mit Minze & Zitrone



Ich gebe es ja zu: Ich probiere gerne Neues aus. Das ist nicht nur in der Küche so. Langeweile ist für mich ein Fremdwort & Ideen habe ich eher zuviele als zuwenige. Das hat auch Nachteile, denn für alles habe ich einfach keine Zeit. Kurz vor Anlässen & Märkten kommen mir nochmals einige neue Ideen, die ich unbedingt noch umsetzen will, obwohl ich mit Vorbereitungsarbeiten bis oben hin zugedeckt bin. Kennt ihr das auch?

Apropos Neues ausprobieren: Gerade erinnere ich mich an eine Freundin, die vor Jahren ihren Gästen Vanilleeis mit Balsamico Essig servierte. Das war vor ca. 15 Jahren & damals eher gewagt. Mir schmeckte es sehr. Und das Eis sah erst noch schön aus, farblich ein bisschen wie Marmorkuchen.




Ich habe letzten Monat erst Erdbeermarmelade mit Basilikum gekocht & dann welche mit Minze. Mir schmecken beide sehr. Erdbeeren mag ich sonst am Liebsten frisch oder in einer Quarktorte. Die Erdbeermarmelade ist oft ein bisschen eintönig. Ich mag es beispielsweise, wenn in einer Marmelade noch Fruchtstücke drin sind. Das hat mich auf die Idee gebracht ein bisschen auszuprobieren. Ich denke, dass viele die Erdbeermarmelade mit frischer Minze & Zitrone mögen werden. Sie ist süss, fruchtig, frisch & die Minze gibt ihr einen 'Extrakick'.


Vielen Dank für eure Geduld. Hier das Rezept...

Zutaten:

1kg Erdbeeren, geputzt
500g Gelierzucker(2:1)
1 Biozitrone(Saft & Abrieb)
4-5 Zweige frische Minze

Zubereitung:

Die Erdbeeren je nach Grösse halbieren oder vierteln und in einen grossen Topf geben. Ich persönlich mag es, wenn die Fruchtstücke nicht zu klein sind, so dass die fertige Marmelade auch noch welche enthält & die Erdbeeren nicht komplett verkocht sind. 

Den Gelierzucker zu den Erdbeeren dazugeben und das Ganze gut vermengen. Zum Schluss Saft & Abrieb der Zitrone noch dazugeben & umrühren. Den Deckel auf den Topf legen und die Masse mindestens 1 Stunde, besser noch über Nacht, ziehen lassen.

Nach dem Marinieren den Topf auf die Herdplatte stellen und bei mittlerer Hitze aufkochen. Gelegentlich umrühren & die Marmelade köcheln lassen. Die gesamte Farbe wird durch das Kochen etwas dunkler. Nach ca. 10-15min die Masse bei grosser Hitze 4-5min sprudelnd kochen, stets gut umrühren. 


Von diesen tollen Werkzeugkisten fand ich einige, die ich bis auf diese hier verkaufte. Erinnert ihr euch?


Erdbeeren bestehen aus einem grossen Teil aus Wasser. Deshalb mache ich immer einen Geliertest mit einem Kaffeelöffel, damit die Marmelade nicht zu flüssig wird. Ich nehme einen Löffel voll Marmelade aus dem Topf & gebe diesen auf einen Teller. Wenn ich den Teller etwas kippe und die Marmelade läuft runter lasse ich den Topf noch ein paar Minuten länger auf dem Herd. Ich wiederhole den Test nochmals. Läuft die Marmelade nicht runter ist sie fertig. 

Sofort den Topf vom Herd nehmen und die fein gehackte Minze in die Marmelade einrühren. Alles gut umrühren - fertig.

Die Marmelade mit Schöpflöffel & Trichter randvoll in heiss ausgespülte Marmeladegläser füllen & mit den ausgekochten Gläserdeckeln gut verschliessen. Am Schluss alle Gläser in einer Gruppe zusammenstellen und mit einem Küchentuch gut abdecken. Das verhindert, dass die Gläser zu schnell abkühlen.



Den süssen Erdbeeren Baumwollstoff habe ich hier entdeckt. Wo ich die Etiketten her habe weiss ich nicht mehr. 



Übrigens...ich habe mich für den Verkauf von Lebensmittel beim Kanton registrieren lassen. Ihr könnt also ab sofort Marmelade usw. bei mir kaufen...auf Märkten, im Lädchen, in der Selbstbedienung, oder ihr schreibt mir eine Nachricht.


Nun wünsche ich dir eine gute Zeit, bis bald!


Herzlichst,
Sabine von VERWYLE








Dienstag, 13. Juni 2017

Traumduo Rhabarber & Vanille = himmlische Marmelade

Ich bin ein grosser Fan von Vanille.
Vanille ist sinnlich, blumig, exotisch, aromatisch...und und und...und passt zu jeder Jahreszeit. Ich brauche Vanille nicht nur in Desserts. Ein Himbeeressig mit einem leichten Hauch von Vanille schmeckt sagenhaft gut.



Vanille begleitet mich schon seit meiner Kindheit. 
Grosi's brönnti Creme (Crème brûlée)- da kommen schöne Kindheitserinnerungen auf. Als Kinder waren wir oft bei unserem lieben Grosi (unserer Grossmutter/unserer Oma). Ich erinnere mich auch an die zahlreichen Beerenkuchen mit Vanillecrème & wie wir vor der Zubereitung unseren Grosseltern halfen, die Beeren zu ernten. Die 'Meertrübeli' (Johannisbeeren) waren säuerlich, jedoch die Kuchen immer wunderbar köstlich. Und am Liebsten hatte ich die Fruchtkuchen mit einer Meringuage...mmhmmm

Dieses fruchtig-süss-säuerliche bei Desserts oder Marmelade mag ich immer noch sehr...

Die Gläser mit dem Jeans & den rot-weiss gepunkteten Deckel waren für einen Jeans & Fifties Fan

Deshalb und weil auch ein paar danach gefragt hatten hier das Rezept.

Für die Marmelade benötigst du:

1kg Rhabarber, geputzt
(ich nehme immer möglichst rote Stängel - die sind etwas süsser, aromatischer & geben der Marmelade eine tolle Farbe)
500g Gelierzucker(2:1)
2 Vanilleschoten
4TL Frooggies* Fruchtpulver Himbeer


Zubereitung:

Die Rhabarberstängel in Stücke schneiden und in einen grossen Topf geben. Den Gelierzucker dazugeben und das Ganze gut vermengen. Die Vanilleschoten längs aufschneiden und das Mark rauskratzen. Das Vanillemark wie auch die Vanilleschoten in den Topf geben & alles nochmals gut umrühren. Den Deckel auf den Topf legen und die Masse mindestens 1 Stunde, besser noch über Nacht, marinieren.



Nach dem Marinieren den Topf auf die Herdplatte stellen und bei mittlerer Hitze aufkochen. Gelegentlich umrühren & die Marmelade köcheln lassen. Die gesamte Farbe wird durch das Kochen etwas dunkler. Nach ca. 10-15min die Masse bei grosser Hitze 4-5min sprudelnd kochen, stets gut umrühren. Sofort den Topf vom Herd nehmen, die Vanilleschoten mit einer Gabel rausnehmen & das Fruchtpulver in die Marmelade einrühren.

Die Marmelade mit Schöpflöffel & Trichter randvoll in heiss ausgespülte Marmeladegläser füllen & mit den ausgekochten Gläserdeckeln gut verschliessen. Am Schluss alle Gläser in einer Gruppe zusammenstellen und mit einem Küchentuch gut abdecken. Das verhindert, dass die Gläser zu schnell abkühlen.

Die Gläser mit dem Jeans & den rot-weiss gepunkteten Deckel waren für einen Jeans & Fifties Fan

Ich persönlich halte nichts vom 'auf den Kopf stellen' der Marmeladegläser. Früher habe ich das gemacht, und nach einigen Monaten hatten sich oben am Glas & am Deckel graue Stellen gebildet. Seit ich das nicht mehr tue hält die Marmelade bis zu einem Jahr. Heute früh hat mein Partner das letzte Glas vom Herbst 2015 (Quitten-Birne-Marmelade) geöffnet. Sie war noch tipptopp! Wir beide kochen Marmelade immer 2:1 ein, also pro 100g Frucht 50g Zucker.

*Ich kaufe das Fruchtpulver übrigens bei Manor. Du kannst es natürlich auch direkt hier bestellen. Auf der Frooggies Website erfährst du noch mehr über das leckere Pulver.



Wenn ich den Rhabarber putze schneide ich mit einem Messer die Ansätze ab & ziehe die Schale ab. Es gibt jeweils relativ viel Abfall. Statt auf dem Kompost landet die Schale bei mir in einem Topf & ich mache lecker Sirup daraus.

Für den Sirup benötigst du:

ca. 300-400g Rhabarber, die Schale davon
1kg Zucker
1Liter Wasser
2 Vanilleschoten (die ich bereits in der Marmelade mitgekocht habe)
1 Biozitrone (Saft & Abrieb)




Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Topf bei mittlerer Hitze ca. 30min. köcheln lassen. Dann abseihen und den Sirup einkochen, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Ich reduziere ihn so lange, bis ca. 700-750ml übrig bleiben.

Zum Schluss den Sirup in heiss ausgespülte Flaschen füllen & mit den ausgekochten Flaschendeckeln gut verschliessen.

Ich bewahre die Sirupflaschen im kühlen Keller auf. Angefangene Sirupflaschen stelle ich in den Kühlschrank & konsumiere ihn innerhalb einer Woche.

Ich mag den Sirup im (Mineral)Wasser, Prosecco, im Tee oder in Desserts.




Nun wünsche ich dir viel Spass beim Marmelade & Sirup kochen!


Herzlichst,
Sabine von VERWYLE






Schön, dass du vorbeischaust. Ich freue mich auf deinen Kommentar - als Blogneuling ganz besonders :-)







schnelles Eis schmeckt jetzt am Besten - Rosenzauber

Momentan freue ich mich so über das schöne Wetter und unseren Garten. Er ist nicht sehr gross. Einige Blumen - darunter meine weisse Pfingstrose & zwei verschiedene Hortensien - sind bei der Kälte diesen Frühling erfroren. Ausser einer Rose, die wohl erst nächstes Jahr wieder blühen wird, haben alle anderen Rosen die Kälte überstanden.
Darüber bin ich mehr als happy!





Letztes Jahr haben wir u.a. eine Rambler Rose (auf dem Bild in rosa-pink mit etwas weiss) sowie eine Kletterrose in Rubinrot (Ruby Red) gekauft. Noch sind nicht alle Blüten geöffnet...ich finde beide bezaubernd. Und sie riechen wunderbar. Manchmal wäre es ganz praktisch, schöne Düfte über's Netz 'zu kommunizieren'...





Ich dekoriere sehr gerne mit Blumen, Gräser usw...es können auch Wiesenblumen sein. Bei Spaziergängen pflücke ich gerne welche, die ich zuhause anschliessend in alten Emaille Krügen oder Vasen arrangiere. Essen dekoriere ich auch gerne 'blumig', v.a. Desserts und Salate.


Für das schnelle Eis benötigst du:

2 Bananen gefroren & in Stücke geschnitten
350g Beeren gefroren (da ist jetzt die Auswahl sehr gross - ich habe Heidel-, Erd-, Johannis-, Brom- & Himbeeren genommen)
250ml Kokosmilch

Deko:

Kokosraspel, ein paar gefrorene oder frische Beeren, Fruchtpulver von Frooggies*, Rosen & Minze aus unserem Garten



Die Zubereitung geht schnell & ist wirklich super einfach:

Die in Stücke geschnittenen, gefrorenen Bananen sowie die gefrorenen Beeren mit dem Cutter zerkleinern. Dann die Kokosmilch dazugeben und alles vermengen. Anschliessend die Masse mit dem Rührgerät gut mixen...und fertig!

Die Eismasse ist cremig & doch durch die gefrorenen Früchte genügend kalt. Wer das Eis gerne fester mag, legt es 30-45min. ins Gefrierfach.






Varianten:
Statt gefrorenen Früchten kannst du auch frische Früchte nehmen. Bis die Masse fest genug ist legst du das Eis 1-2 Std. ins Gefrierfach.

*

Die Beeren lassen sich durch Steinobst wie Aprikosen, Pfirsiche oder Kirschen ersetzen & schmecken genau so gut für das Eis. Bestimmt ist diesen Sommer dein Lieblingsfruchteis dabei :-)

*

Die Beeren / das Steinobst können ganz oder teilweise auch mit dem tollen Fruchtpulver von Froggies* ersetzt werden. Je nach Konsistenz kannst du dein Eis im Gefrierfach nach Gusto fest werden lassen.





*Ich kaufe das Fruchtpulver übrigens bei Manor. Du kannst es natürlich auch direkt hier bestellen. Auf der Frooggies Website erfährst du noch mehr über das leckere Pulver. Mein Liebling ist Himbeer. Zuhause habe ich noch Erdbeer, Heidelbeer, Pfirsich, Banane & Mango.




Nun wünsche ich dir einen guten Abend - 
"stay cool!"


***

Herzlichst,
Sabine von VERWYLE









Freitag, 2. Juni 2017

Rezept für Pfingsten? Rhabarber-Erdbeer Tiramisu mit Quark & Mascarpone

In der letzten Zeit haben mich immer wieder Leute nach Rezepten & Beiträgen gefragt. 


Wir sind zuhause am Renovieren, ich hatte einiges zu lektorieren, da waren Geburtstage zu feiern, Brocante Tours, Hochzeitsdeko zusammenzustellen usw. Ich habe den Blog komplett vernachlässigt. Im April & Mai war dermassen viel los - eben auch einiges Unvorhergesehenes -  dass ich nicht zum Bloggen kam. Ich bin auch nicht der Fan von husch husch...



Ich dachte ich beginne gleich mit einem Dessert. Pfingsten steht vor der Türe, die Schweizer Erdbeeren haben Hochsaison & die der Rhabarber ist bald vorüber...






Für dieses leckere
Rhabarber-Erdbeer Tiramisu mit Quark & Mascarpone
benötigst du:



Zutaten:
10 - 14 Löffelbisquits (je nach Grösse der flachen Form)
350g Bio Rhabarber gewaschen & geputzt
350g Bio Erdbeeren gewaschen & geputzt
ca. 80g Bio Vollrohrzucker (ich kaufe jeweils den von Coop)
2EL Bio Vollrohrzucker
500g Quark (Mager-, Halbfett- oder Vollfett Quark, ich habe Halbfett genommen)
250g Mascarpone
1 Bio Zitrone (Abrieb & Saft)
1 Bourbon Vanille Schote

Deko:
Erdbeeren, gehackte, ungesalzene Pistazien, Erdbeer Fruchtpulver von Frooggies, Blüten aus unserem Garten. Ich habe die Deko des Tiramisu bewusst schlicht gehalten




Zubereitung:


Von den 350g geputzten Erdbeeren 250g vierteln & mit dem Abrieb einer Biozitrone & deren Saft & 30g Zucker in einer Schüssel ca. 30 Minuten marinieren. Die restlichen 100g Erdbeeren halbieren & für die Deko beiseite stellen.

den 350g geschälten Rhabarber in kleine Stücke schneiden & mit dem Mark einer Vanilleschote, 50g Bio Vollrohrzucker & etwas Wasser aufkochen. Das Kompott nicht komplett einkochen, es sollte noch flüssig sein.

Eine flache, mind. 7cm hohe Form mit den Löffelbisquits (ich habe für meine 12 Stück benötigt) auslegen &
das heisse, noch flüssige Rhabarberkompott über die Bisquits geben, so dass alle getränkt sind. 

Quark & Mascarpone gut vermengen & je nach Geschmack Zucker, ich habe 2 flache Esslöffel genommen, darunter rühren. Die Hälfte der Masse über das erkaltete Rhabarberkompott verteilen & glatt streichen. Anschliessend über die 1. Hälfte der Quark-Mascarpone Masse die marinierten Erdbeeren verteilen. 

Zum Schluss die andere Hälfte der Quark-Mascarpone Masse über die Erdbeeren geben & wiederum glatt streichen. 

Die Form anschliessend im Kühlschrank mindestens eine Stunde kühlen. Kurz vor dem Servieren rausnehmen, mit den beiseite gelegten Erdbeerhälften garnieren & nach Lust & Laune verzieren.




Ich habe die Erdbeerhälften am Rand der flachen Schale entlang verteilt, mittig etwas Erdbeer Fruchtpulver von Frooggies* gestreut & anschliessend mit gehackten Pistazien, Erdbeeren & Blüten aus dem Garten verziert.

*Ich kaufe das köstliche Fruchtpulver übrigens bei Manor. Du kannst es natürlich auch direkt hier bestellen. Auf der Frooggies Website erfährst du noch mehr über das Pulver.









Nun wünsche ich gutes Gelingen, lass es dir schmecken! 

***

Die coolen "yum" Löffel hatte ich noch von einem Geburtstag übrig. Ich habe sie von Pinkfisch; ich bestelle dort immer wieder tolle Deko zum Feiern!


Ich wünsche dir & deinen Lieben bereits jetzt ein schönes, gemütliches Pfingstwochenende!

***

Herzlichst,
Sabine von VERWYLE





Sonntag, 26. März 2017

Erinnerungen an Irland...yummy Lemon Curd


Es gibt Länder, die ziehen einen magisch an. Wenn man einmal da war will man unbedingt wieder hin. 
 Genau so ging es mir, als ich vor ein paar Jahren mit einer Freundin im Herbst das 1. Mal nach Irland reiste. 
Jetzt folgt Irland Schwärmerei und weiter unten dann das versprochene Rezept.

Irland ist magisch, romantisch, traumhaft, mystisch... 

Meine Freundin lebte selbst einige Zeit auf der grünen Insel, somit war sie meine ganz persönliche Reiseleiterin. Gestartet sind wir in Dublin. In Sligo besuchten wir ein Musikfestival. Als Sängerin kam ich richtig ins Schwärmen. Wohlgemerkt: Es war ein vielseitiges Festival mit verschiedenen Musikstilen, nicht nur "Gefiddel" (Traditional).  
Weitere Infos zum diesjährigen Festival Sligo Music Festival Oktober 2017  
Die Gegend von Sligo County im Nordwesten ist nicht ganz so bekannt wie Galway, Kerry oder Cork, jedoch genau so schön! 
Ben Bulben in Sligo County - Foto: Irland Information

Wer Irland kennt weiss, dass die Iren nach der Arbeit direkt ins Pub gehen. Jeden Abend gibt's Live Musik. Und musikalisch sind die meisten Iren. Wir haben nicht nur am Festival sensationelle Musiker kennengelernt. 

Die Iren werden übrigens "Italiener des Nordens" genannt. Ich finde, das passt sehr gut. Sie haben Charme, singen, spielen Gitarre & sind meistens guter Laune. Ausser in der Sprache unterscheiden sie sich von den Italienern v.a. in einem: Sie sind sehr humorvoll & selbstironisch! Was haben wir gelacht...

Die irische Küche ist von der italienischen weit entfernt. Es gibt jedoch nicht nur deftige Innereien oder Fish und Chips. Ich durfe die eine oder andere leckere Pie geniessen, und den Irish Stew mochte ich auch sehr. An der Küste stehen auch Fisch und Krabben auf der Speisekarte.






Ganz oben auf meiner Liste steht Tea Time, die in ganz Grossbritanien und Irland bekannt ist und vor ein paar Jahren auch die Schweiz erobert hat. 

Währen einer weiteren Irland Reise wurden beim Nachmittagstee nebst Scones, Sandwichs, Pie's und anderen
 Köstlichkeiten Lemon Curd gereicht. Wir waren zu Gast bei einer Landlady.

Lauwarme Scones & Lemon Curd - ein Traumduo! Ich hätte das ganze Glas auslöffeln können.

Die Lady merkte meine Begeisterung und schenkte mir zum Abschied ein Glas dieser herrlichen Zitronenmasse.  






Und somit komme ich zum Rezept für die wunderbar zitronige, butterige Lemon Curd!

Es gibt verschiedene Varianten, ich nenne euch meine beiden Favoriten & einen Mix aus beiden.   




Das Rezept reicht für ein mittelgrosses Marmeladenglas. Ich nehme wenn möglich immer Bio-Zutaten.

Zutaten für Lemon Curd mit Eier:
75g Butter
150g Zucker
4 Zitronen (Saft und abgeriebene Schale) 

3 Eier (klein bis mittelgross)
2 Eigelb


Zubereitung:

Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen. Zucker, Zitronensaft und abgeriebene Schale vermengen und unter die geschmolzene Butter rühren, kurz aufkochen. Hitze reduzieren. Topf von der Herdplatte nehmen. Eier und Eigelb verquirlen und unter ständigem Rühren in die Zitronenmasse rühren. Den Topf zurück auf die Herdplatte stellen und rühren bis die Masse  stark eindickt. Wenn die Masse nicht fester wird, die Herdplatte ganz leicht höherstellen. Wenn die Masse eindickt, Topf von der Herdplatte nehmen und weiterrühren. Masse in sterile Gläser füllen, verschliessen, abkühlen lassen.

*** 

Zutaten für Lemon Curd ohne Eier:
75g Butter
150g Zucker
4 Zitronen 
(Saft und abgeriebene Schale)
50ml Mango- oder Maracujasaft (für die Farbe der Curd)
50ml Voll- oder Halbrahm
20g Speisestärke (Maizena oder Paidol)


Zubereitung:

Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen. Zucker, Zitronensaft und abgeriebene Schale sowie Fruchtsaft, Rahm mit der Speisestärke vermengen und unter die geschmolzene Butter rühren. Masse unter ständigem Rühren aufkochen bis die Masse eindickt. Weiter rühren. Masse in sterile Gläser füllen, verschliessen, abkühlen lassen. 



Manchmal beginne ich ganz spontan mit Zubereiten und merke erst mittendrin, dass ich nicht alle Zutaten habe. So ist es mir mit der Lemon Curd auf diesen Bildern gegangen. Ich wollte einer Freundin welche schenken, legte los und hatte nicht genügend Eier im Haus...

Zutaten:
75g Butter
150g Zucker
4 Zitronen (Saft und abgeriebene Schale) 

2 Eigelb

statt der 3 Eier (klein bis mittelgross):
50ml Voll- oder Halbrahm
10g Speisestärke (Maizena oder Paidol)

Zubereitung:
Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen. Zucker, Zitronensaft und abgeriebene Schale sowie Rahm mit der Speisestärke vermengen und unter die geschmolzene Butter rühren. Kurz aufkochen. Hitze reduzieren. Topf von der Herdplatte nehmen. Die beiden Eigelb verquirlen und unter ständigem Rühren in die Zitronenmasse rühren. Den Topf zurück auf die Herdplatte stellen und rühren bis die Masse stark eindickt. Masse in sterile Gläser füllen, verschliessen, abkühlen lassen. 

*** 
Im Marmeladenglas hält die Lemon Curd 
im Kühlschrank 14 Tage.

Die Curd ist vielseitig einsetzbar: Auf Brot, im Müesli, auf Torten, im Fruchtkuchen oder einfach direkt aus dem Glas löffeln :-)

Die getrockneten, essbaren Blumenblüten auf den Bildern passen nicht nur gut zur Curd, sondern sehen auch auf Desserts oder auf Salattellern schön aus. Ich habe sie aus dem Bioladen.




Nun wünsche ich euch viel Spass beim Ausprobieren!

Schönen, gemütlichen Sonntag und morgen einen guten Wochenstart.

Herzlichst,
Sabine von VERWYLE